Australien 2004 - Der Reisebericht - 1. Woche


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14.04.2004

Heute Abend ging es los. Da ich noch viel zu tun hatte, bin ich noch einmal zur Arbeit gegangen. Mittags war ich dann wieder zu Hause. Simone, die uns freundlicherweise zum Flughafen fahren wollte, wartete schon, als ich ankam. Wir packten noch die restlichen Sachen ein und aus Gründen des Übergewichts unseres Gepäcks einiges wieder aus. Das dauerte etwas, so dass wir erst gegen 15.00 Uhr losfuhren. War ja auch noch reichlich Zeit...

Am Flugplatz konnten wir gleich einchecken, das Gepäck wurd bis Adelaide durchgecheckt, so dass wir uns da nicht mehr drum kümmern mussten.

Nach etwas Warten, einem Kaffee und einem kurzen Schwatz mit Andreas, einem Bekannten, der dort beim BGS arbeitet, ging es nach Frankfurt.

Dort sahen wir zu, dass wir zum Quantas-CheckIn kamen. Leider zu spät, denn vor uns stand schon eine lange Schlange. Trotzdem hatten wir mit unseren Plätzen Glück, denn die Maschinen waren nicht ausgebucht, so dass wir gute Plätze bekamen, wo ich auch Platz für meine Beine hatte.

Nun hiess es wieder warten. Etwas Zeit vertrieben wir uns an den von Samsung gesponsorten, kostenlosen Internet-Terminals, von denen aus ich den ersten Eintrag ins Online-Tagebuch machen konnte.

15.04.2004

Von Frankfurt aus ging es nach Singapur. Der Flug war zwar sehr lang, aber wir zwei hatten zusammen eine 4-er Reihe, so dass wir uns sogar mal hinlegen konnten, um zu schlafen. Das hat die Zeit etwas verkürzt.

In Singapur hatten wir die Möglichkeit, mit dem PDA kostenlos in Internet zu gehen. Zwar nur über Infrarot, aber immerhin, es war kostenlos. Die Konfiguration war auch echt einfach (für die Profis: Stichwort PC-Direktverbindung). Ich nutze es aber nur für kurze eMails und den nächsten Eintrag ins Online-Tagebuch aus.

Nach gut 4h Aufenthalt und Warten konnten wir unseren Flieger nach Adelaide besteigen. Was wir bis dahin nur gering zur Kenntnis genommen hatten: der landete in Darwin zwischen und wir mussten alle aus dem Flieger und wieder eine Stunde warten, bevor es weiter ging...

16.04.2004

Heute morgen gegen 09.00 Uhr Ortszeit sind wir in Adelaide angekommen. Mich hat sehr beeindruckt, dass unser in Dresden eingechecktes Gepäck tatsächlich in Adelaide angekommen ist. Bei der Einreise hatten wir ein paar Problemchen: Ich hatte vergessen, das Zelt als gefährliches Gut anzugeben, und da hinsichtlich der Einfuhr von Gütern, die die Landwirtschaft gefährden können, recht harte Vorschriften herrschen, durften wir erstmal eine Tasche auspacken. Wie kann ein Zelt die Landwirtschaft gefärden? Na z.B. durch Schädlinge, die in Erdresten am Zelt festsitzen. Nach der kleinen Extrakontrolle konnten wir aber ohne weitere Probleme passieren.

Mit dem Taxi ging es zum Hotel und obwohl wir erst ab 12.00 Uhr anreisen wollten, konnten schon früher ins Zimmer. Nach einer Dusche, die die Lebensgeister wieder etwas weckte, holten wir erstmal etwas Schlaf nach. Eigentlich wollten wir um 14.00 Uhr aufstehen, aber wir brauchten eine Stunde länger, um wach zu werden. Damit wir nicht zu lange schlafen und dann die ganze Nacht wach liegen, gingen wir noch einmal in die Innenstadt, um verschiedene kleinere Dinge zu besorgen und uns auch ein wenig die Stadt anzusehen. Wir liefen zu Fuss vom Hotel zur Einkaufsmeile (Rundle Mall) und nachdem wir dort einmal hin und her gegangen sind, etwas weiter bis zum Besucher-Informationszentrum und ein kurzes Stück zu einem Park. Dann zogen aber Wolken auf und wir machten uns auf den Weg zum "Connector Free Bus", der uns zum Hotel brachte. Der "Free Bus" ist ein von der Stadt Adelaide gesponsorter Bus, der kostenlos zu verschiedenen Punkten der Stadt fährt. Er verkehrt zwar nur stündlich, aber als Urlauber hat man ja Zeit...

17.04.2004

Heute haben wir am Flughafen in Adelaide unser Auto abgeholt. Einen Ford Falcon mit Automatik, Klimaanlage und Lenkrad auf der "falschen" Seite. Der Taxifahrer, der uns vom Hotel zum Flughafen brachte, empfahl uns eine andere Route zu fahren, als wir vorher geplant hatten. Wir wollten irgendwie ins Barossa Valley und dann von dort über Mount Gambier zur Great Ocean Road. Er empfahl uns, ins McLaren Vale zu fahren, einem anderen Weinanbaugebiet, und dann von dort aus über Victor Harbor und Wellington nach Mount Gambier zu fahren. Da sich diese Strecke interessanter anhörte, nahmen wir seinen Vorschlag an.

Die ersten Kilometer mit dem Mietwagen waren etwas kompliziert, zumal es doch etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man plötzlich das Lenkrad auf der "falschen" Seite hat, nicht mehr schalten, auf der linken Strassenseite fahren und an Kreuzungen nach rechts schauen muss. Nach etwa 20km ging es dann immer besser.

Auf dem Weg zum McLaren Vale kauften wir erstmal ein paar Lebensmittel ein. Schliesslich wollten wir ja Camping machen und uns nicht ständig in Gaststätten den Bauch vollschlagen. Irgendwann gegen Mittag kamen wir im McLaren Vale an. Ein Campingplatz war schnell gefunden, jetzt musste nur noch überlegt werden, wie lange wir bleiben wollten. Wir entschieden uns für 2 Nächte.


McLaren Vale

Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten, schauten wir uns auf der Karte die Lage der verschiedenen Weingüter an. Zwei lagen in unserer Nähe und die wollten wir auch aufsuchen. Das erste Weingut, das wir besuchen wollten war das Gut d'Arenberg. Das Weigut lag ganz bei uns in der Nähe und aufdem Weg dorthin hatten wir einen schönen Ausblick über das Tal und die Weinpflanzungen. Etwas zögerlich begannen wir mit dem Verkosten. Es waren alles leckere Weine, die wir da zum Kosten bekamen, aber wir wollten ja nicht gleich beim ersten Weingut alles Geld ausgeben und so viele Flaschen konnten wir ja auch nicht mitnehmen. Also entschieden wir uns für zwei Flaschen "The Hermit Crab Marsanne Viognier", einen leckeren Weisswein. Weiter ging es zum Tatachilla-Weingut. Dieses liegt direkt im Ort. Diesmal sollte es Rotwein sein. Die Entscheidung fiel für einen sprudeligen Rotwein (ich glaube "Sparkling Malbec") und eine Flasche premierten "Foundation Shiraz". Nach dem vielen Verkosten hatten wir erstmal etwas Pause nötig und wollten auch etwas essen. Gab ja bisher auch nichts ausser Frühstück...

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Eiskaffee und Sandwiches ging es dann wieder zurück auf den Campingplatz. Die Zeit bis zum Schlafengehen überbrückten wir mit einem Spaziergang. Da wir immer noch relativ müde waren, gingen wir recht früh ins Bett.

18.04.2004


Granite Island

Nach einer etwas unruhigen Nacht, das Schlafen im Schlafsack auf der Isomatte ist auch etwas gewöhnungsbedürftig, standen wir ziemlich früh auf. Der Plan für den Tag sah den Besuch von Victor Harbor und dem Urimbirra Wildlife Park vor.

Laut einem Aushang in der Anmeldung unsere Campingplatzes sollten von Victor Harbor aus Whale-Watching-Touren starten. Also fragten wir in der dortigen Besucherinformation danach und bekamen gesagt, dass es zu dieser Zeit noch gar keine Wale gibt. Wir hatten zwar auch schon im Reiseführer gelesen, dass erst ab Mai die Zeit dafür ist, aber man kann ja mal fragen, im Reiseführer muss ja auch nicht immer alles stimmen.

Den restlichen Vormittag verbrachten wir auf Granite Island, einer kleinen Insel, die über eine Brücke zu erreichen war und auf der man Zwergpinguine sehen kann. Leider sind die Tiere nur in der Dämmerung aktiv und so atten wir wieder kein Glück. Wenigstens konnten wir ein wenig um die Insel wandern und die Aussicht auf das Meer geniessen. Zusätzlich haben wir uns etwas den Pelz verbrannt...


Wallabie im Urimbirra Wildlife Park

Zurück auf dem Festland fuhren wir zum Urimbirra-Park. Von Aussen machte der keinen sonderlich Vertrauen erweckenden Eindruck, aber wir schauten ihn uns trotzdem an und haben es nicht bereut. Man konnte dort fast alle einheimischen Tiere sehen und größtenteils auch anfassen (von den Krokodilen haben wir die Finger gelassen).

Heute Abend gab es das erste mal Nudeln aus der Campingküche :)

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